Wonder Woman


Schon als kleines Mädchen träumte sie vom eigenen Pony.
Schon als kleines Mädchen träumte sie vom eigenen Pony.

Mythos Amazone

 

Dem altgriechischen Mythos nach waren die Amazonen ein Volk von Kriegerinnen. Sie zogen zu Pferde in die Schlacht, geschützt durch eine Rüstung, bewaffnet mit Axt und Halbschild.

Auch seien sie hervorragende Bogenschützen gewesen. Die Legende will es, dass die Amazonen sich eine Brust ausbrannten, damit sie die Bogensehne besser spannen konnten. Antike Standbilder zeigen die Kriegerinnen aber stets mit zwei Brüsten, von denen eine oft unbekleidet bleibt.

 

Zu ihrem Lebensraum gibt es widersprüchliche Angaben. Mal werden sie in Kleinasien verortet, mal bis an die indische Grenze verlegt und mal auf einige der vielen griechischen Inseln.

 

Männer gab es im Volk der Amazonen grundsätzlich nicht. Kontakt zu ihnen wurde nur vorübergehend zum Zweck der Fortpflanzung gesucht. Alles Weitere spielte sich unter Frauen ab. Nicht zufällig heißt eine der mythologischen Heimat-Inseln noch heute Lesbos.


Wonder Woman inspirierte unzählige Frauen weltweit.
Wonder Woman inspirierte unzählige Frauen weltweit.

 

Wofür steht Wonder Woman?

 

 

Gegenwärtig gibt es zwei konkurrierende Darstellungen von Amazonen. Die eine ist eine männlich geprägte Wunschvorstellung, die sexuell aufgeladen ist. Viele starke Frauen unter sich, die alle keinen Mann haben – das scheint die Fantasie einiger Herren anzuregen.

 

Die zweite Vorstellung steht dazu in deutlichem Kontrast. Es ist die Idee der Amazone als feministischer Vorkämpferin. Frauen, die sich schon in Zeiten des finstersten Patriarchats nicht unterordneten. Die ihre eigenen Herrinnen waren. Die als Krieger sogar den maskulinsten aller Berufe selbst ausübten. Damit werden Hippolyte und Co zu Vorbildfiguren für die Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts.

 

Die ursprüngliche historische Bedeutung der Amazone hat mit beiden modernen Bildern nichts zu tun.

Auffällig oft werden die Kriegerinnen in den Überlieferungen von männlichen Heroen bezwungen. So erschlug etwa Herakles die berühmte Amazonen-Königin Hippolyte. Ihre Nachfolgerin, Königin Penthesilea, eilte den Verteidigern von Troja zur Hilfe. Dort wurde sie von dem griechischen Helden Achill erschlagen. Noch im Moment ihres Todes verliebte er sich in sie.

 

Hier wird die antike Deutung des Mythos deutlich. Die Amazone stellt in einer patriarchalischen Gesellschaft eine Verletzung der »natürlichen« Ordnung dar. Indem männliche Kämpfer die Amazonen bezwingen, stellen sie die natürliche Ordnung der Dinge wieder her. Wenn Achill sich in die bereits sterbende Penthesilea verliebt, tritt besonders hervor, wie die Kriegerin in ihrer Niederlage in die weibliche Rolle zurückgezwungen wird: reduziert auf ihre Schönheit, als passives Liebesobjekt des Mannes.

 

Zweck einer Rüstung ist es für gewöhnlich, den Körper möglichst umfassend zu schützen.
Zweck einer Rüstung ist es für gewöhnlich, den Körper möglichst umfassend zu schützen.

 

Die Superheldin

 

 

Die Comic-Amazone Wonder Woman alias Diana Prince wurde 1941 von dem Psychologen William Moulton Marston geschaffen. Er vermisste unter den bisherigen Superhelden eine starke Frauenfigur und schuf sie selbst. Marston war überzeugter Feminist. Und so wurde seine Amazone eine Verteidigerin der Frauen und Kämpferin gegen männliche Unterdrückung.

 

Wonder Woman stammt von der Paradiesinsel, auf der ihre Mutter, Königin Hippolyte, regiert. Sie kämpft in annähernd historischer Panzerung und mit Schild. Die Farben ihrer Rüstung hingegen sind – ähnlich wie bei Superman und Spiderman – dem amerikanischen Patriotismus geschuldet und entstammen der US-Flagge. Sogar die Sterne haben es auf Wonder Womans Minirock geschafft.

 

Hinzu kommen einige Accessoires, die Marstons persönliche Note darstellen. Diana verfügt über unzerstörbare Armbänder. Olive Byrne, die Geliebte von Marston und seiner Ehefrau, liebte Armbänder. Interessant ist auch Wonder Womans Lasso, mit dem sie gefesselte (männliche) Gegner zwingen kann, die Wahrheit zu sagen. Hier treffen sich Marstons Vorstellung von der moralischen Überlegenheit der Frau mit seiner Vorliebe für SM-Sex.

 

In einem Hollywoodfilm werden wir davon natürlich nur Andeutungen sehen. Wenn Wonder Woman mit Stiefeln und Lasso den Jungs die Leviten liest ...

 

Und hier der neuste Trailer:

 

 

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