10 Gründe, warum uns die Familie in Hollywood-Filmen auf den Sack geht

Lange ist es her, seit Darth Vader »Ich bin dein Vater« ins Beatmungsgerät röchelte. Da konnte der Lord auch noch nicht ahnen, dass sich Verwandtschaftsverhältnisse verbreiten würden wie Dünnpfiff in der Kindertagesstätte.
Aber warum nerven diverse Sippschaften eigentlich so?
Aus folgenden 10 Gründen:

"Mein Junge, eines Tages wird das alles dir gehören." - "Wow, auch die roten Ganzkörperkondome?"
"Mein Junge, eines Tages wird das alles dir gehören." - "Wow, auch die roten Ganzkörperkondome?"

1. Stets ist die eigene Familie das Wichtigste. Egal, ob sie so nervt wie in Breaking Bad oder so korrupt ist wie in Arrow. Luke Skywalkers Vater ist ein Massenmörder, aber mit solchen Details halten wir uns nicht auf. (Luke: »Ich spüre das Gute in dir!«) Na, denn: Vati ist der Beste.
2. Der Held rettet die Familie - das kommt so aufopferungsvoll daher. Dabei ist es bloßer Gruppenegoismus. Soll die Nachbarn doch der fiese Axtmörder / der Teufel / die Zombie-Apokalypse holen. Hauptsache, mein Clan ist gerettet!
3. Es geht niemals nicht um Familie. Wenn es doch einmal nicht um Familie geht, wird die Nicht-Familie zur Familie erklärt. (»Ihr seid doch meine Familie!«)
4. Filmfamilien sind nie realistische Familien. Wo ist der Vati, der einen beim ersten Date in Unterhose auf der Couch blamiert? Wo die bärtige Tante, die einem auf die Wange sabbert?
5. Bösewichte haben oft keine Familie. Als ob die Bösen immer sozial isoliert wären. Wenn der Film-Bösewicht doch Familie hat, dann ist die ebenso böse. Offenbar ist in Hollywood die Sippenschuld bis heute nicht abgeschafft.
6. Filmfamilien sind meist traditionelle Kernfamilien aus Eltern und Kindern. Schade, denn die ältere Hälfte der Bevölkerung hat erzählerisches Potential. Man denke nur an die wunderbare Miss Marple. Auch Gandalf würde mit Frau und Tochter nichts gewinnen. (Wie sollen die eigentlich heißen - Frau Gandalf?  Chantale Gandalf?)
7. Die Realität ist viel bunter als Filmfamilien. Wo sind all die Alleinerziehenden, Patchwork- und Regenbogenfamilien? Muss Winnetou immer seinen »Weißen Bruder« rühmen? Wie wäre es mal mit »Das ist Winnetous Freund Old Shatterhand. Winnetou liebt seine Donnerbüchse.«
8. Familie ist selbst dann hochwertvoll, wenn sie sich noch nie getroffen hat - siehe Darth Vader und Luke Skywalker. Das Wichtigste ist nämlich nicht menschliche Nähe, sondern Blutsverwandtschaft - laut Hitle ... äh ... Hollywood.
9. Kinder in Filmfamilien sind immer so unglaublich süß, dass man vom Zugucken schon Diebetes kriegt.
10. Den ganzen unehrlichen Bläh beiseitegelassen, gibt es in Hollywood nur eine Familienregel, die wirklich zählt: Die Tochter des Regisseurs bekommt die Hauptrolle!

 

Noch schlimmer als Film-Familien sind Auserwählte, wetten? Hier geht es zu 10 Gründe, warum uns Auserwählte auf die Nuss gehen.

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