Elfen

Albenmark, die Welt der Elfen

Elfen bei buch.de

Rezension des Romans vom 5.1.2014

 

Nach langer Pause habe ich wieder zu einem Buch von Bernhard Hennen gegriffen, weil Hennen lesen lohnt! Und die Elfen fesseln auch beim zweiten Durchgang ...

 

Der Inhalt

 

Ein Devanthar, dämonischer Todfeind der Elfen seit Urzeiten, streckt seine Klauen aus. Und das nicht nur nach Albenmark, sondern auch gen Menschenwelt.

Dem stellen sich die Elfen Nuramon und Farodin entgegen, begleitet von ihrem menschlichen Gefährten Mandred, dem Fjordländer.

Nuramon und Farodin werben beide um Noroelle, die schöne Zauberin. Doch nur einer kann erfolgreich sein, und so wird ihre Queste gegen den Devanthar zugleich zu einem Wettkampf um die Geliebte.

 

Meine Meinung

 

Bernhard Hennen hat das Buch gemeinsam mit James Sullivan verfasst, auch wenn Letzterer auf den neuen Covern nicht mehr erwähnt wird. Dabei hat Sullivan in seinem Romandebüt den Part des Nuramon übernommen. Hennen hingegen sind die Elfen schon seit frühen Rollenspielertagen vertraut: Er hatte sich der langen Geschichte dieses Volkes bereits in Das Schwarze Auge angenommen.

Auch Die Elfen ist sehr episch ausgelegt. Das hat drei Gründe:

  • Elfen altern und sterben nicht. Wir haben es also mit Figuren zu tun, die auf Jahrhunderte und Jahrtausende zurückblicken.
  • Elfen werden - wenn sie gewaltsam getötet werden - oft wiedergeboren. Die Erinnerung an ihr früheres Leben ist dann verflogen, doch manchmal kehrt sie auf leisen Schwingen zurück.
  • Die Gefährten nutzen die Albenpfade: magische Verbindungen zwischen weit entfernten Orten. Manche dieser Wege überbrücken aber zugleich auch weite Zeiträume.

So erleben wir Albenmark, das Fjordland und südliche Länder der Menschenwelt über viele Generationen hinweg, sehen Helden und Mächte heranwachsen und untergehen. Der Unterschied zu den kurzlebigen Menschen wird dabei immer augenfälliger.

Überhaupt sind die Elfen gut getroffen. Wo andere Bücher nur Supermenschen mit spitzen Ohren auftreten lassen, hat man hier das Gefühl, fremden Wesen voller Eigenarten und Zauberei zu begegnen. Das liegt auch daran, dass Hennen mit zahllosen Überlieferungen über Elfen und Feen spielt und daraus ihre Weltsicht und Magie formt.

Die Macht und Weisheit von Emerelle etwa, der Königin der Elfen, bleibt bis zum Schluss rätselhaft, ohne jedoch als Deus ex Machina zu dienen. Der teuflische Gegenspieler scheint unbezwingbar und seine Pläne undurchschaubar. So soll hier zum Ende nur so viel verraten werden: Manches wird gerettet, manches wird gelöst, aber auch manche Träne darf vergossen werden ...

Vergleichbar mit: Die Vinland Saga (Josef Nyáry) wegen des epischen Stils und des Fjordland-Ambientes

→ Wer Spannung in märchenhafter Atmosphäre mag, ist bei den Elfen genau richtig.

Buchtipp: 8/10 Punkte

 

 

 

Hier geht es zum Elfenroman Nuramon.

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