Being Human

Being Human

Fantasy-Serie

Rezension vom 12.12.2013

 

Ein Vampir, ein Werwolf und eine Frau – hm, das Modell kommt doch vage bekannt vor. Bevor ihr die alten „Beiß-mich-Edward“-Buttons auspackt oder liebgewonnene Feindbilder aus dem Keller holt: „Being Human“ ist anders.

 

Zum Inhalt

 

Ein Vampir (Sam Witwer) und ein Werwolf (Sam Huntington) gründen gemeinsam eine WG der Ausgestoßenen. Doch schon bald merken sie, dass sie nicht allein sind. Ein Geist (Meaghan Rath) spukt unter ihrem Dach.

Jeder der drei Charaktere bekommt seinen eigenen Handlungsfaden mit gewissen Überschneidungen zu den anderen:

Vampir Aidan versucht, mit bescheidenem Erfolg aufs Töten zu verzichten. Damit stellt er sich außerhalb der Eckzahngemeinde, die ihm schon bald zu Leibe rückt.

Werwolf Josh ist aus seinem alten Leben geflohen, um niemanden zu gefährden. Leider erweisen sich alte Leben als sehr anhänglich.

Geist Sally hängt fest. Weder gelangt sie zurück ins Dasein noch auf die andere Seite. Hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass sie sich nicht an die genauen Umstände ihres Ablebens erinnern kann?

 

Meine Meinung

 

Dem ausgelutschten Blutsauger-Thema noch einmal neuen Biss zu verleihen, ist nicht ganz einfach. Aber es gelingt „Being Human“!

Die Folgen sind kurzweilig und erfüllen genretypische Erwartungen. Es gibt sexy Vampire mit viel Blut, bestialische Werwölfe und einen Geist, der nach und nach die Techniken des Spukens erlernt.

Ein echtes Plus ist der bisweilen schräge Humor der Serie.

Die drei Figuren ergänzen sich gut, gemeinsam ist ihnen nur das Tragisch-Leidende. Aidan (Superfähigkeiten: gut aussehen und traurig gucken) wird als Blut-Junkie dargestellt. Josh (Superfähigkeiten: verwirrt gucken und auf den Teppich haaren) versucht eine Beziehung zu führen, ohne sein Geheimnis zu verraten. Sally (Superfähigkeit: das Haus verlassen) schwankt zwischen Hass und Vergebung.

Die Trickeffekte sind für eine Fernsehserie annehmbar. Der kritische Punkt ist natürlich die Wolfsverwandlung, aber gemessen an den eingeschränkten TV-Budgets bekommt man Ordentliches zu sehen. (Man vergleiche etwa die Teen-Wolf-Verwandlungen, die immer etwas nach Mr Spock mit Hormonproblem aussehen.)

Vergleichbar mit: True Blood

--> Eine gelungene Fantasy-Serie, die mit Werwolf, Vampir und Geist Abwechslung bietet und mit Humor gewürzt ist.

Filmempfehlung: 8/10 Punkte

 

 

 

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