Jesus liebt mich

Fantasy Film

Jesus liebt mich DVD

 

Rezension vom 23.12.2013

Romantische Komödie von Florian David Fitz (Regie)

 

Zur Weihnachtszeit ist der Heiland nicht weit. Zwischen religiösem Pathos und einer Burleske ist ordentlich Fallhöhe, die Potential für Komisches liefert. Mal sehen, ob der Film hält, was er verspricht ...

 

Zum Inhalt

 

Jesus (Florian David Fitz - zugleich Regie) steigt vom Himmel herab. Es ist Zeit für die Apokalypse und da muss fix manches erledigt werden. Marie (Jessica Schwarz) verliebt sich prompt in den sonderbaren Fremden. Seltsam nur, dass der aus Palästina kommt und ständig irgendwelchen Leuten die Füße wäscht ...

Die Angelegenheit verkompliziert sich weiter, als auch noch der Teufel (Nicholas Ofczarek) mitmischt.

 

Meine Meinung

 

Die Grundidee ist nett und entstammt dem gleichnamigen Roman von David Safiers. Florian David Fitz entspricht optisch sowohl dem Typus Jesus als auch dem männlichen Hauptdarsteller einer romantischen Komödie.

Ansonsten gibt es einen wunderbar heruntergekommenen Erzengel Gabriel (Henry Hübchen). Nicht zu vergessen zudem die hübsch schrägen Nebenrollen des Werner (Peter Prager als Maries Vater, nunmehr in Russin Svetlana verliebt), der Sylvia (Hannelore Elsner als Maries Mutter, nunmehr in Erzengel Gabriel verliebt) und der Svetlana (Palina Rojinski, bekannt als Viva-Moderationssternchen).

Stoff genug also für ein wenig komödiantisches Durcheinander. Tatsächlich kann der Film auch mit dem einen oder anderen gelungenen Gag aufwarten.

Leider macht er den Fehler vieler romantischer Komödien und vernachlässigt seinen Humor im gleichen Maße, in dem er versucht, eine sinnvolle Geschichte zu erzählen. Das Ende der Geschichte ist entsprechend mau: zu bescheiden komisch - aber nicht ernsthaft genug, um dramatisch ernst genommen zu werden, und als Produktion mit begrenztem Budget natürlich mit der versprochenen Apokalypse tricktechnisch überfordert.

Von einigen religioswissenschaftlichen Schwächen sei hier nicht die Rede: Theologen mögen sich mit anderen Medien fortbilden.

Fans gefühlvoller Komödien werden zudem vermutlich Anstoß am Verlauf der Liebesgeschichte nehmen ...

Alles in allem ein Film für 97 nette Minuten, aber nichts, was dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird.

→ »Jesus liebt mich« ist für einen romantisch-komischen Abend gut, vorausgesetzt, man bemisst den Rotwein oder das Gefummel mit dem/der Angebeteten so, dass man von dem Ende nicht mehr allzu viel mitbekommt.

Filmtipp: 5/10 Punkte

 

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