Neu auf DVD: Pompeii

Pompeii - ab dem 7.8.14 auf DVD erhältlich

Pompeii
Jon / Milo

Der DVD-Trailer zu Pompeii erinnerte mich an die Monumentalfilme der 60er-Jahre. Also riskierte ich einen Blick, um zu sehen, ob da was dran ist.

Inhalt

Milo (Kit Harrrington alias Jon Schnee aus Game Of Thrones) ist der einzige Überlebende eines Massakers, das die Römer an seinem Volk verüben. Jahre später verschlägt es den Versklavten nach Pompeii. Der Verantwortliche für die Bluttat, Senator Corvis, taucht in der Stadt auf. Und beide buhlen um die gleiche Frau: Cassia. Nur hat ein Senator ungleich bessere Chancen als ein Sklave, eine Bürgertochter zu ehelichen ...
Ach ja, und der Vulkan bricht aus.

Meine Meinung

Ein Pluspunkt der Verfilmung ist Pompeii: Die Tricktechniker vermitteln einen wunderbaren Eindruck davon, wie es in der römischen Antike ausgesehen haben könnte. Häuser, Latifundien, Tempel, Arena und Hafenanlagen umschmeicheln das Auge. Dabei vermeidet man erfreulicherweise auch den Fehler vieler Hollywoodfilme, einfach auf Gigantismus zu setzen. (Man denke nur an die griechische Flotte in »Troia«: Da waren mehr Schiffe auf dem Wasser, als Griechenland Einwohner hatte.) Stattdessen trifft der Film optisch das rechte Maß und weiß gerade deswegen zu beeindrucken.
Dem Gefühl der Echtheit halten die Schauspieler nicht stand. Kiefer Sutherland (Senator Corvis) mag seine Qualitäten als Mime haben, sieht wie die ganze Darstellerriege allerdings nach Amerikaner aus, nicht nach Römer. Das reicht hin bis zu der obligatorischen coolen Sau, die natürlich wie so oft ein Schwarzer verkörpert (und dem kein nubischer Hintergrund auf den Leib geschrieben wurde). Emily Browning (Cassia) gilt wohl als eine der kommenden Hollywoodschönheiten, guckt aber die halbe Zeit wie eine Kuh, die sich den Euter verkühlt hat.
Die Handlung ist simpel, kommt jedoch ohne größere Logikfehler aus. Zwischenzeitlich hat man das Gefühl, Milo würde lieber mit dem Pferd als mit Cassia etwas anfangen, hier wanzt sich der Streifen erkennbar an die Sympathie des weiblichen Publikums heran.
Einerseits vermeidet Pompeii die größten Fehler, andererseits besitzt er in weiten Teilen keine Originalität. (Eine Ausnahme stellt das Ende dar, das mir außerordentlich gut gefallen hat. Darüber schweige ich natürlich im Weiteren.) So bleibt ein solide gemachter Film, der zwei Stunden gut unterhält, danach aber auch rasch vergessen werden darf.
→ Pompeii bietet das Übliche: Attraktives Pärchen findet trotz fiesen Möppes zusammen, die Bösen werden bestraft. Ach ja, und der Vulkan bricht aus.
DVD-Tipp: 6/10 Punkte

 

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